Argumente

Was der Schweizer Tourismus mit der Kündigungsinitiative zu tun hat

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Bilateralen Weg erhalten.

Bei Annahme der Kündigungsinitiative fallen aufgrund der «Guillotine-Klausel» alle Verträge der Bilateralen I weg. Der bilaterale Weg sorgt in der Schweiz für Wirtschaftswachstum und Wohlstand. Eine Kündigung dieser Verträge wirkt sich direkt auf die Auslandnachfrage im Schweizer Tourismus aus, die aufgrund der Corona-Krise sowie deren Folgen ohnehin stark unter Druck ist. Ein Ausfall bedeutet auch das Ende der touristisch relevanten Abkommen im Luft- und Landverkehr sowie in der Landwirtschaft.

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Hochpreisinsel Schweiz bekämpfen.

Das Abkommen über die technischen Handelshemmnisse (MRA) ist Teil der Bilateralen I und ermöglicht auf der einen Seite den vereinfachten Zugang zum EU-Binnenmarkt für die Schweizer Industrie sowie den Zugang zu preisgünstigen Produkten für schweizerische Konsumenten und auf der anderen Seite. Dadurch werden Zeit und Kosten gespart. Fällt dieser Vertrag weg, droht ein weiterer Preisschub bei den Beschaffungen und damit eine Anheizung der Hochpreisinsel Schweiz.

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Reisefreiheit sicherstellen.

Bei einer Annahme der Kündigungsinitiative und dem Wegfall der PFZ ist auch das Schengen-Dublin-Abkommen stark gefährdet. Das Abkommen ermöglicht die Reisefreiheit innerhalb Europas. Es gibt keine langen Staus mehr an den Grenzen aufgrund von mühsamen Passkontrollen. Heute gibt es an den Schweizer Grenzen – mit Ausnahme der Interkontinentalflughäfen – keine systematischen Grenzkontrollen mehr, da alle Nachbarstaaten der Schweiz ebenfalls Teil des Schengen-Raums sind. Ohne das Schengen-Abkommen müssten an den Schweizer Grenzen wieder Kontrollen eingeführt werden. Die Folgen sind lange Wartezeiten und Mehrkosten.

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Einfache Visumsbestimmungen für die Schweiz erhalten.

Dank Schengen-Visa müssen Gäste aus Fernmärkten heute für einen Besuch in die Schweiz kein separates Visumsverfahren durchlaufen. Künftig würde es für die Schweiz ein zusätzliches Visum brauchen, was sich negativ auf die Gästezahlen von ausserhalb der EU auswirken würde. Gemäss einer Studie des Bundes drohen dem Tourismus dadurch jährliche Umsatzeinbussen von bis zu einer halben Milliarde Franken. Durch die coronabedingte Negativentwicklung muss das Image der Schweiz als internationale Reisedestination gerade jetzt gestärkt werden, damit der Tourismus wieder auf die Beine kommt.

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Vorteile der Personenfreizügigkeit sichern.

Für das Gastgewerbe sind europäische Arbeitskräfte und das Freizügigkeitsabkommen von überdurchschnittlicher Bedeutung. Trotz eigenen Sensibilisierungs- und Fördermassnahmen der Beherbergungsbranche kann dem Fachkräftemangel nicht ohne Einbezug europäischer Arbeitskräfte wirksam begegnet werden. Dank dem Personenfreizügigkeitsabkommen sind die europäischen Fachkräfte einfach rekrutierbar. Kontingentsysteme würden den Fachkräftemangel verschärfen und die Rekrutierung verteuern. Selbst wenn momentan aufgrund der aktuellen Krise der Fachkräftemangel weniger akut erscheinen mag, wird sich dieser sofort wieder verschärfen, sobald sich der Tourismus wieder erholt.

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Argumentarium Tourismuskomitee: NEIN zur Kündigung – JA zum Schweizer Tourismus

Fünf Gründe, weshalb die Tourismusbranche NEIN zur Kündigungsinitiative sagt: Lesen Sie jetzt das ganze Argumentarium.

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